Fatale Nebenwirkungen

Was fehlende Ehrlichkeit und Transparenz bewirken können, erfuhr ich wieder einmal in meiner öffentlichen Telefonsprechstunde am Mittwoch. Frau K. (52) rief mich an, immer noch von den Ereignissen des Wochenendes übermannt.BildSie hatte vor 6 Monaten einen 7 Jahre älteren Mann kennengelernt. Nach intensiven Emailkontakt und vielen langen Telefonaten hatten sie sich für ein Treffen verabredet. 400 km lagen zwischen ihnen, da bot sich ein Wochenende an, auch mit der Möglichkeit, bei Interesse das Treffen auszudehnen. Es wurde ein fantastisches Wochenende. Als Überraschung hatte sie der Ingenieur in sein Landhaus in den Alpen eingeladen und so ging es nach Ankunft gleich mit dem Auto weiter ins "Ungewisse". Ihr war dies zunächst zuviel des Guten, aber da Herr M. ihren Bedenken Raum ließ, diese sogar offen ansprach, fühlte sie sich so gut verstanden, dass sie sich auf das "Experiment" einließ. Und ihr Mut wurde belohnt. Herr M. war rücksichtsvoll, das Kennenlernenn verlief ohne Erwartungsdruck, jeder hatte sein eigenes Zimmer. Da bei beiden der Wunsch nach mehr Nähe am dritten Tag entstand, kam es zu Intimitäten, die sich genauso harmonisch in das ganze Miteinander einreihten.

Frau K merkte nach den schönen Stunden, dass sie sich verliebt hatte. Doch der Alltag rief und so telefonierten und emailten beide intensiv weiter, weil so schnell kein Wiedersehen organisiert werden konnte. Herr M. war in der folgenden Zeit beruflich stark eingebunden und auch die Betriebswirtin hatte ein großes neues Projekt in ihrer Firma zu meistern. Für Frau K. wurde immer deutlicher, dass sie sich auf Herrn M. einlassen wollte. Nach ihrer Scheidung und mehreren enttäuschenden Beziehungsversuchen hatte sie schon fast die Hoffnung auf einen Partner aufgegeben. Nun dieser Glücksgriff. Alles schien gut zu laufen. Das nächste Treffen sollte jedoch noch auf sich warten. Irgendwie war es schwer, eine gemeinsame freie Nische zu finden. Ich fragte Frau K. im Coaching, warum das so kompliziert gewesen sei. Wenn man verliebt ist, dann sind auch 400 km nicht unbedingt ein Hinderungsgrund und es werden Dinge spontan möglich, ist die Sehnsucht nur groß genug. Frau K. erklärte mir, dass sie beide eher schüchtern seien, zwar Gefühle äußern würden, aber sie Herrn M. in keiner Weise bedrängen wollten. Wenn es nach ihr gegangen wäre, hätte sie sich auch nur mal für ein Mittagessen sonntags ins Auto gesetzt. Nach 8 Wochen war es endlich soweit, Herr M. wollte auf der Rückfahrt von einem Geschäftstermin zu Besuch kommen. Er hatte seine Geschäftsreise sogar extra verkürzt, damit man drei Tage am Stück füreinander hatte. Stürmisch war die Begrüßung und es dauerte nicht lange, dass man leidenschaftlich übereinander herfiel. Ausgeglichene, befriedigende Momente waren das, so berichtete Frau K. Und dann der Schock. Herr M. sprang plötzlich auf, sammelte alle seine Sachen ein, packte seine Wochenendtasche zusammen und verließ das Haus nur mit den Worten: "Ich kann dich sowieso nicht glücklich machen." Danach keine Erklärung, kein Anruf, keine Email, nichts.

Stille. Frau K. war gelähmt, kann sich das Ganze nicht erklären. Und weil es so unverständlich wie verletzend ist, beginnen häufig bei fehlenden Erklärungen die Selbstzweifel. Zweifel, was man falsch gemacht hat, übersehen hat, ob man zu drängend war oder zu zurückhaltend. Man macht auch noch die Arbeit, geht in sich, versucht zu verstehen. Obwohl schon die Verletzung groß genug ist und unendlich viel Kraft braucht. Ich habe mit Frau K. herausgearbeitet, dass sie wenigstens noch eine Erklärung für das Ganze einfordern möchte, um wenigstens von ihrer großen Hoffnung loslassen zu können. Sie erreichte nach vielen Versuchen Herrn M., doch die Begründungen waren lapidar und wenig nachvollziehbar. Geblieben ist bei Frau K. eine große Resignation und Selbstvorwürfe, nicht genug Menschenkenntnisse zu haben, sich so täuschen zu können.

Auch wenn Frau K. nun weiß, woran sie ist, ist viel Betroffenheit geblieben. Bekanntlich ist die Gefahr von Verletzungen dort am größten, wo Gefühle herrschen oder entstehen. Sollte es von daher nicht für jeden Menschen selbstverständlich sein, nicht mit Gefühlen anderer Menschen zu spielen, diese aus Egoismus oder Feigheit zu ignorieren. Sicher ist es eine der schwersten Aufgaben, sich vor jemanden zu setzen und zu sagen: "Ich merke, dass sich meine Empfindungen für dich nicht so intensiv entwickeln, wie ich am Anfang gedacht habe." Und keiner will abstreiten, dass dadurch verursachte Tränen, Enttäuschungen und Wut leicht auszuhalten sind. Schließlich hat man sie ausgelöst. Doch gehört für mich Transparenz, Ehrlichkeit und die Bereitschaft, sich für eine Aufklärung dem Anderen zu stellen, genauso mit zur Partnersuche wie Vertrauen und Liebe zu einer Partnerschaft. Jeder sollte sich die möglichen Nebenwirkungen seines unbedachten Verhaltens vor Augen führten. Keiner hört gerne einen Korb und auch beim Verteilen tun sich viele schwer. Selbst wenn der Korb nicht besonders diplomatisch formuliert ist und dem Gegenüber weh tut, drückt er doch mehr Wertschätzung aus, als sich mit fadenscheinigen Lügen, Stillschweigen, plötzlichem Verschwinden durch die Hintertür zu verabschieden. Gäbe es eine Reifeprüfung oder einen Führerschein für die Liebe, die Verpflichtung zum anständigen Ende würde für mich dazugehören.

Quelle: www.elitepartner.de/km/magazin

Quick-Check = bester Sex und treue Liebe?

Ist freie Partnerwahl eine Illusion und Liebe kein Zufall? Nach diesem Motto bietet das Züricher Unternehmen GenePartner Menschen auf Partnersuche ihre Hilfe an. Erstaunt lese ich die neuesten Erkenntnisse auf Spiegel Online.Die Schweizer Firma verspricht auf ihrer Website, Paare anhand ihrer genetischen Ausstattung zu matchen und damit die Chancen auf aufregenden Sex und eine treue Partnerschaft zu maximieren. Wenn das nicht das ultimative Erfolgsversprechen ist! Wer könnte da schon Nein sagen. Etwas unromantisch mag der Weg zum Ziel erscheinen. Aber der ist schnell vergessen, stimmt das Ergebnis.
Wie geht's? Mit einem Bürstchen entnimmt man etwas Mundschleimhaut. Aus den Zellen wird die DNA entschlüsselt und das Institut bietet Ihnen die Informationen auf Ihrem Erbgut für die Suche nach dem idealen Partner. Sie erhalten eine zehnstellige ID und die GenePartner-Formel "misst die genetische Kompatibilität zwischen zwei Individuen und macht eine präzise Voraussage zu der Stärke Ihrer Basis für eine lang andauernde und erfüllte harmonische Partnerschaft." O-Ton auf der Website von GenePartner.

Wer die Einstellung von Tamara Brown, der Geschäftsführerin von GenePartner teilt, dass man von Anfang an wissen sollte, ob man biologisch zusammenpasst, damit sich die Mühe lohnt, wäre sicher ein potentieller Kandidat für dieses Partnerschaftsprogramm. Vor allem, wenn man an die ausschließliche Dominanz der Gene bei der Partnerwahl glaubt, so wie das von den Evolutionsbiologen und -psychologen in den letzten Jahren mehr oder minder stark verfochten wurde. Der Schlüssel bei GenePartner ist der sogenannte MHC Komplex. Er bestimmt unser körpereigenes Immunsystem und wie ein Mensch riecht, sowie das Gegenüber den Geruch beurteilt. Sicher ist viel Wahres daran, dass man sich riechen können muss und den anderen dadurch besonders anziehend findet. Und sicher gibt es so einige biochemische Faktoren, die erheblich unbewusst mitwirken, ob wir jemanden attraktiv und anziehend finden. Der Glaube, der "völlig freien" Partnerwahl ist sicher ein hochgeschätztes Ideal. Doch so ganz frei ist sie nicht, bestimmen uns biologische Faktoren mehr oder minder deutlich mit. Das bedeutet aber nicht, sich diesen Mechanismen dogmatisch unterzuordnen zu müssen. So viele andere Komponenten wie Persönlichkeit, Charme, Ausstrahlung, Humor, Geist und andere soziale Fähigkeiten sind ausschlaggebend für die Partnerwahl und das Gelingen einer erfüllenden Beziehung. Ganz abgesehen von der Zauberformel "Beziehungsarbeit"!

Wer sich aber lieber auf die Laborergebnisse und dessen Voraussagekraft verlassen mag als auf seine Gefühle, Intuition und am Kennenlernprozess mit seinen Unsicherheiten und Aufregungen wenig Gefallen findet, findet hier eine Alternative. Für mich wäre Liebe aus dem Reagenzglas nicht mein Königsweg.

Quelle: www.elitepartner.de/km/magazin

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